Soziale Dienstleistungen im Bundesland Salzburg
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Ambulant betreutes Langzeitwohnen (LZW)

Die 32 BewohnerInnen des Ambulant betreuten Langzeitwohnen sind eine weitgehend homogene Gruppe, meist älterer Männer, die Mehrzahl davon mit einer chronifizierten Alkoholproblematik und einem damit verbundenem fortgeschrittenen körperlichen Abbau, wobei letzterer als ein fortschreitender Prozess zu sehen ist. Im Speziellen findet in diesem Bereich vor allem eine Stabilisierung, in manchen Fällen auch eine Verbesserung (des Status quo) statt.


Trotz alledem gelingt es immer wieder den einen oder anderen Bewohner in eine Gemeindewohnung umzusiedeln bzw. gelingt es auch vereinzelt Personen (zumindest zeitlich begrenzt) in einen Arbeitsprozess einzubinden.

Unsere langjährigen Erfahrungen zeigen, dass aus langen Betreuungsverläufen sehr stabile und dauerhafte Wohnverhältnisse resultieren können. Natürlich bedarf es auch hier meist einer einige Monate dauernden nachgehenden Begleitung/Betreuung durch die ehemaligen BetreuerInnen. Ein loser Kontakt zu BetreuerInnen und BewohnerInnen ist noch viel länger aufrecht und wirkt sich für alle Beteiligten sehr positiv aus. Dies hat auch den Vorteil, dass bei eventuellen Krisen schnell und zielführend eingeschritten werden kann.


Die Bedürfnisse der BewohnerInnen unterscheiden sich trotz aller Homogenität der Gruppe im Einzelnen jedoch sehr stark. Wir sehen es daher als unsere vorrangige Aufgabe, individuell auf die Anliegen der einzelnen BewohnerInnen bedürfnisgerecht einzugehen und diese bei Bedarf zu unterstützen. Jede/r BewohnerIn hat eine/n verantwortliche/n BezugsbetreuerIn, der/ die auch für die Fallführung verantwortlich ist.


Unterstützen heißt für uns:

  • Konkrete Hilfestellungen bei der Alltagsbewältigung, z.B.: finanzielle Grundsicherung, Begleitung zu Ämtern und Ärzten, Soziotherapie (wie gestaltet man ein Zimmer, wie gestalte ich mir meine Lebenswelt) etc.
  • mit den vorhandenen Ressourcen und Fähigkeiten der einzelnen BewohnerInnen zu arbeiten und diese zu fördern und zu fordern (aktivierender Zugang)
  • wertschätzender Umgang in jeder Hinsicht
  • einen geschützten Rahmen bieten
  • sozialer Halt
  • Angebote für Freizeitgestaltung und Tagesstruktur


Beispiele für Tagesstrukturangebote im Langzeitwohnen:

  • Gartenprojekt in der Karl-Emminger-Straße: gemeinsames Anpflanzen; Anlegen und Pflegen eines Hochbeetes
  • Gemeinsame Mahlzeiten: einmal pro Woche ein gemeinsames Frühstück sowie ein gemeinsames Mittagessen
  • Gemeinsame Feste: Weihnachten, Geburtstage
  • Gemeinsames Beisammensitzen: Kaffeetrinken, „offene Tür“
  • Gemeinsames Backen und Kochen


Die große Nachfrage nach ambulanten Langzeitwohnplätzen konnte leider noch nie befriedigend gedeckt werden. In diesem Bereich sind in den letzten Jahre aber auch neue, sehr differenzierte Bedarfe hinzugekommen, wie etwa jüngere, entwicklungsgeschädigte, eingeschränkt beziehungsfähige Personen.


Die Zuweisung zu den Wohnplätzen erfolgt über die Sozialberatung.

Breitenfelderstraße 49/2

5020 Salzburg

Tel. 0662 / 87 39 94

Fax 0662 / 87 39 94 - 40

Email an die Sozialberatung