Soziale Dienstleistungen im Bundesland Salzburg
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Fall Zwei

Herr A.  kam 2001 erstmalig in die AIS wegen einer Wohnnotversorgung in unserer Notschlafstelle,  der Pension Torwirt.  Er wurde an die AIS durch den Verein Neustart vermittelt, der die sonstige Betreuung nach der Haftentlassung über hatte. Durch Vermittlung eines Beraters in der AIS konnte Herr A. relativ schnell eine Wohnung über ein Immobilienbüro finden. Diese Wohnung wurde mit Hilfe des Sozialamtes angemietet und Herr A. besuchte längere Zeit eine Kursmaßnahme des Arbeitsmarktservices Salzburg.


Bereits 2004 sprach er jedoch wieder vor (Verein Neustart war mittlerweile nicht mehr zuständig), weil er die Wohnung verloren hatte und mehr oder weniger auf der Straße stand. Bei der Lebensgefährtin konnte er nicht einziehen, zumal diese schwere Alkoholikerin und die Beziehung allgemein bereits sehr belastet war. Ziemlich unkompliziert gelang dann der Einzug in ein Männerwohnheim der Soziale Arbeit gGmbH in der Nähe der Alpenstraße, wo er ein Jahr bleiben konnte. In dieser Zeit schaffte er es, einiges seiner Schulden, die aus Strafen resultierten, abzubezahlen.


Nach dem Betreuungsende war es ihm nicht sofort möglich, eine eigene Unterkunft zu finden, sodass Herr A. wieder eine Zeitlang in der Notunterkunft Pension Torwirt verbrachte. Seine Betreuerin vom  Ambulant Betreuten Übergangswohnen war ihm weiterhin bei der Wohnungssuche behilflich, wodurch Herr A. schließlich wieder eine Wohnung fand. Immer, wenn es Probleme gab (z.B. bezahlte er die Miete aufgrund eines Zahlensturzes an ein falsches Konto und wurde seitens der Vermieterin mit Delogierung konfrontiert), sprach er in der AIS vor und es konnte meist eine Beseitigung der Notlage erreicht werden.


2015 meldete die Vermieterin jedoch Eigenbedarf an und Herr A. drohte wieder auf der Straße zu stehen. Da er bereits seit längerem einer gut bezahlten Vollzeitarbeit im Schichtdienst nachging und er diese Arbeit durch die akute Obdachlosigkeit zu verlieren drohte, sprach er wieder in der AIS vor. In der Pension Torwirt war diesmal so kurzfristig kein Zimmer frei, doch er konnte die Zeit bei einem guten Freund überbrücken. Die Beraterin richtete ihm eine Postadresse ein,  damit er postalisch wieder erreichbar war. Weiters wurde eine Hauptwohnsitzbestätigung beim Meldeamt Salzburg beantragt, da Herr A. auch unbedingt an der Bundespräsidentenwahl teilnehmen wollte und durch den Wohnungsverlust über keine behördliche Meldung mehr verfügte. 


Aufgrund seiner immer noch sehr hohen Schulden wurde sein Lohn monatlich gepfändet – und zwar auf einen Betrag, der es ihm kaum ermöglichte, einen adäquaten Wohnraum am Privatmarkt anmieten zu können. Die Beraterin in der AIS machte im Rahmen eines Finanzcoachings eine aktuelle Schuldenstandfeststellung und verwies nach Vorliegen sämtlicher Unterlagen an die Schuldenberatung Salzburg, die nun das weitere Verfahren mit ihm begleitet. Es war ihm durch die Vermittlung seiner Beraterin in der AIS nach dem auf maximal 30 Tage befristeten Aufenthalt in der Notschlafstelle Pension Torwirt auch möglich, ein Zimmer in einer Ferienwohnung gleich in der Nähe seines Arbeitsortes zu finden. Durch die hohen, vom Sozialamt Salzburg Land anerkannten Lohnpfändungen übernimmt die Behörde einen Teil der Wohnkosten und ist somit sein Lebensunterhalt gesichert.


Jetzt wartet er noch auf den Ausgang des Schuldenregulierungsverfahrens und ist in Zusammenarbeit mit der AIS intensiv auf Wohnungssuche – denn nur in einer eigenen, rechtlich langfristig gesicherten Wohnung kann er sich seinen Traum von einer eigenen Katze wieder ermöglichen!


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