Soziale Dienstleistungen im Bundesland Salzburg
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Fachbereich Beratung & Betreuung

Im April 1998 wurde aus mehreren autonom agierenden Fachbereichen (Sozialberatung, ambulantes Übergangswohnen, stationäres Übergangswohnen, Langzeitwohnen) ein in sich durchlässiges Konstrukt von Wohnbetreuung geschaffen, wobei die Sozialberatung die Erstanlauf- bzw. Clearingstelle für den gesamten Wohnbereich ist. Die Soziale Arbeit gGmbH verfügt aktuell über insgesamt 77 betreute Wohnplätze und 10 unbetreute Notwohnplätze (Pension Torwirt).

Differenziertes Modell des Wohnens

Das ursprünglich geschaffene Stufenmodell hat sich zu einem differenzierten und durchlässigen Modell des Wohnens entwickelt. Die Wohnbereiche stehen unterschiedlichen Zielgruppen verbunden mit jeweils differenten fachlichen Wirkungszielen zur Verfügung. Wesentliche Grundsätze sind Niedrigschwelligkeit, Suchtakzeptanz sowie Ablöseorientierung.


Das stationäre Übergangswohnen dient als Klärungsphase betreffend Perspektiven, dem Aufspüren von bisherigen Hindernissen sowie verschütteten Ressourcen. Im ambulanten Übergangswohnen liegt der Fokus auf Arbeits- und Wohnintegration, das ambulante Langzeitwohnen ist Lebensraum für ältere und chronisch kranke Menschen.

Die Pension Torwirt dient der kurzfristigen Wohnnotversorgung, ist unbetreut und in das Beratungsnetz der Allgemeinen Integrativen Sozialberatung (verlinken!) eingebunden.


Diese individuellen und bedarfsgerechten Wohnformen werden durch zunehmende Flexibilität und hohe Qualitätsansprüche in vielen Fällen den Bedürfnissen der hilfesuchenden KlientInnen gerecht. Trotzdem gibt es für manche Problemlagen nicht immer eine befriedigende Lösung (z.B. junge Erwachsene mit besonderen sozialen Schwierigkeiten).

Wohnungsmarkt

Mit dem Ziel der Gemeinnützigen Wohnraumbereitstellung mietet die Soziale Arbeit gGmbH seit 1.4.1998 Garconnieren für den ambulanten Wohnbereich an. Das ursprüngliche Ziel, den betreuten Menschen am Ende des Betreuungszeitraumes die Wohnung als Hauptmietobjekt zu übertragen und die Betreuungsplätze immer wieder durch Neuanmietungen zu ersetzen, scheitert an den Bedingungen des Wohnungsmarktes. Wohnraum für soziale Zwecke ist eine sehr begrenzte Ressource. Auch die Gemeinnützigen Wohnbauträger können trotz großer Bemühungen nicht dazu bewegt werden, dem Sozialbereich ein ausreichendes Kontingent an leistbarem Wohnraum zur Verfügung zu stellen.


Die beharrlich steigenden Mietpreise am privaten Wohnungsmarkt haben sich von den Unterstützungsleistungen des Sozialamtes für den Wohnaufwand schon vor Jahren weit entfernt, sodass eine Wohnungsanmietung am privaten Markt immer unmöglicher wird. Das Vorurteilsdenken gegenüber Menschen mit niedrigen Einkommen sowie mit Unterstützungsleistungen aus der Bedarfsorientierten Mindestsicherung machen zudem die Wohnvermittlung nach Ende des Betreuungszeitraumes zunehmend schwieriger.


Dazu kommt, dass wir aufgrund diverser Trends, wie z.B. die Finanzialisierung der Wohnungswirtschaft, die Gentrifizierung oder die Verknappung des Angebots aufgrund zahlreicher  Vermietplattformen, derzeit in der Stadt Salzburg einer neuen Wohnungsnot entgegengehen, deren Auswirkungen noch nicht absehbar sind. Wohnen wird zukünftig wohl zu einer der zentralsten gesellschaftlichen Herausforderungen werden.

Die Zuweisung zu den Wohnplätzen erfolgt über die Sozialberatung.

Breitenfelderstraße 49/2

5020 Salzburg

Tel. 0662 / 87 39 94

Fax 0662 / 87 39 94 - 40

Email an die Sozialberatung