Soziale Dienstleistungen im Bundesland Salzburg
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Klientinnen und Klienten 2011

Im Jahr 2011 haben 970 Personen (2010 waren es 932, d.s. +4 %), die Sozialberatung aufgesucht und 7.237 mal vorgesprochen. 485 Klientinnen und Klienten kamen im laufenden Jahr erstmals zu uns in die Beratungsstelle. Der Frauenanteil liegt kaum verändert bei 21,1 %, das sind 205 Personen.

 

Die Altersverteilung ist aus nachfolgender Tabelle ersichtlich:

 

 

Der Familienstand setzt sich folgendermaßen zusammen:

 

 

Viele Hilfesuchende kommen erst, wenn sie alle anderen Möglichkeiten ausgeschöpft haben; wenn die Notstandshilfe oder die Bedarfsorientierte Mindestsicherung eingestellt worden ist, wenn sie keine Wohnmöglichkeit mehr haben oder schon lange bei Bekannten wohnen; wenn sie bei Ämtern und Behörden nicht mehr durchdringen. Die Beratungstermine sind dann entsprechend umfassend und erfordern viele Rückfragen und Gespräche zur Sachverhaltsklärung. Dann muss der notwendige Lebensunterhalt gesichert und/oder Wohnraum beschafft werden. Die Zahl der Interventionen der Sozialberatung ist im Vergleich zu den Vorjahren daher wiederum deutlich gestiegen: insgesamt 27.631 mal nahmen die Beraterinnen und Berater zur Bearbeitung der Anfragen Kontakt zu internen und externen Einrichtungen auf. Ein sehr häufiger Grund für das Kommen ist die fehlende Melde- und Postadresse. Dies betrifft Menschen, die bei Bekannten oder Freunden leben, jedoch keinen Wohnsitz anmelden können und Obdachlose.

 

Arbeitslose ohne Meldeadresse können keinen Antrag auf Arbeitslosenleistungen stellen. Dies ist wiederum Voraussetzung für einen Antrag auf Mindestsicherung. Mindestsicherung leistet subsidiär, also nur, wenn keine Arbeitslosenleistungen zustehen oder diese nicht ausreichend sind.

 

Eine langjährige Vereinbarung zwischen dem Arbeitsmarktservice Salzburg (AMS) und der Sozialberatung (AIS) - die sog. „Nichtmeldebestätigung" - ermöglicht eben diese Antragstellung. Die KlientInnen gehen damit zum AMS. Das AMS stellt dann die Post (Bezugsbestätigungen, Jobangebote, Informationen über Kurse) und auch Geldleistungen an die Postadresse der KlientInnen in der AIS zu. Damit sind die Betroffenen wieder erreichbar und nachweisbar in der Stadt Salzburg aufhältig. Dies ist oftmals der erste wichtige Schritt eines/r Hilfesuchenden in das „System von Ansprüchen". Die KlientInnen müssen dann in Folge regelmäßigen Kontakt zur Sozialberatung halten; dies erfordert einen hohen Verwaltungsaufwand in der Beratungsstelle.

 

Insgesamt wurden im Jahr 2011 für 502 Personen Nichtmeldebestätigungen ausgestellt. Die Zahl der eingerichteten Postadressen belief sich auf 123.  


Vielen wohnungslosen Personen ist es unmöglich, eine amtliche Meldeadresse vorzuweisen, die jedoch in vielen Belangen unumgänglich ist, so z.B. bei Antritt eines Dienstverhältnisses, zur Erlangung von Familienleistungen (z.B. Familienbeihilfe), zur Ausübung des Stimmrechtes bei Wahlen, zur Antragstellung beim Wohnungsamt etc. Die Hilfesuchenden haben in diesem Fall die Möglichkeit, ihren Hauptwohnsitz in der Sozialberatung bei gleichzeitiger postalischer Erreichbarkeit anzumelden (Kontaktstelle im Sinne des Meldegesetzes).


Aufgrund der oben angeführten mehrdimensionalen Problemlagen reichen die Interventionen der Sozialberatung nach einem sozialdiagnostischen Prozess vom informativen Zugang zu finanziellen Unterstützungen (z.B. Sozialamt, diverse Unterstützungsfonds), Hilfestellung bei Anträgen (Pensionsversicherung, Sozialamt, Gebührenbefreiungen etc.), Informationen zur Wohnraumbeschaffung, Weitervermittlung bzw. Zusammenarbeit mit anderen psychosozialen Einrichtungen bis hin zur Motivationsarbeit bezüglich Suchtproblematiken (z.B. Entzug oder Therapie bei Drogen- oder Alkoholsucht, Spielsucht).


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